Mikrokosmos – Die Kulturreportage Zu Fuß durch Beirut19.06.2020

2018 begleitete mich die Journalistin Anna Seibt vom Deutschlandfunk durch Beirut. Ihr Auftrag war mein Kunstprojekt und meine Kollegen Vorort zu interviewen und zu berichten.

Der Beitrag wurde zu meiner Überraschung nochmals letzten Freitag gesendet und befindet sich wieder im Podcast

 




Contribution for the campaign What Did Kavala do?

 (will be published on 01.10.2020)

Videostill © Farbe, Ton, 0:50 min. 2020

Osman Kavala is a Turkish philanthropist, a socially responsible businessperson, a peace and human rights defender and, above all, an activist and advocate for civil society. Since November 1st 2017, he has been unjustly detained in the high security prison in Silivri, despite the European Court of Human Rights (ECHR) demanding his immediate release.

One may wonder: What did Kavala do? This question is raised by “Artists United for Osman Kavala”, an initiative of film-maker Fatih Akin and theatre-maker Shermin Langhoff, supported by other artists, intellectuals, friends, comrades, human rights defenders, cultural entrepreneurs, journalists and other members of civil society.

In short video messages, various people tell the story of how Osman Kavala has engaged with their specific project or touched them otherwise. The result is a mosaic of numerous initiatives that Osman Kavala has supported, many diverse stories of encounters and a polyphony of confessions of friendship and missing.

The contributions reveal Osman Kavala as an individual who tirelessly worked to bring people with different perspectives together in dialogue, through initiatives in arts and culture and cultural collaborations in Turkey and internationally. Each day we will share another video message and we will not stop until Osman Kavala is free.

https://artistsunitedforosmankavala.com.


La Kunsthalle Mulhouse - Centre d'art contemporain

Petit Programme (Kleines Programm) - Vom 1. Juni bis 23. August 2020


Eddie Ladoire, Anna Byskov, Chourouk Hriech, Lena Eriksson,

Marianne Maric, Pusha Petrov, Elise Alloin, Katrin Ströbel,

Guillaume Barborini, Jan Kopp, Stine Marie Jacobsen, Youssef Tabti



Am 28. April hat der französische Premierminister die Wiedereröffnung der „kleinen Museen“ am Ende der Ausgangsperre angekündigt. Diese allererste Maßnahme zu Gunsten einer Rückkehr zum kulturellen Leben vor Ort ließ viele Akteure im Unklaren und alleine mit ihren Fragen zurück. Wie viele andere haben wir uns darüber gefreut, aber auch an unserer Fähigkeit gezweifelt, wieder an unser voriges Leben anknüpfen zu können.

Der Einladung, unsere kleinen Museen wieder zu eröffnen, möchte La Kunsthalle mit einem Kleinen Programm Folge leisten, das unter Zeitdruck aufgebaut wurde. Sie stellt sich dabei der absoluten Notwendigkeit, die Arbeit mit den Künstlern wieder aufzugreifen und deren Werke zu zeigen.

Für das Kleine Programm kommen zwölf Künstler zusammen, die dem Zentrum für Kunst gut bekannt sind. Es sind treue Partner der Programmgestaltung von La Kunsthalle. Dieses erstmalige und ungewöhnliche Projekt lässt ihnen, einem nach dem anderen, eine Woche lang völlig freie Hand, während der sie je drei Werke zeigen werden.

Das Kleine Programm wird eine Woche lang online zu sehen sein, auf den sozialen Medien und der Webseite des Zentrums für Kunst. Parallel dazu dient La Kunsthalle als Raum für Konsultationen, wo sich die Werke im Laufe des Sommers ansammeln werden. Das Publikum wird sich für nicht ganz gewöhnliche, doch auf jeden Fall sichere Besuche in den Ausstellungsraum begeben können.

Das Arbeitsteam von La Kunsthalle greift in seinen Codes und Formaten die von der Gesundheitskrise und deren gesellschaftlichen Auswirkungen diktierten Einschränkungen wieder auf, nutzt den Stillstand der Zeit, der sich zum Nachdenken eignet und erhofft sich dabei, an einer umfangreichen Debatte über die Welt „danach“ mitzuwirken.


En ligne / On line

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Petit Programme (Small Programme) – June 1st to August 23 2020

On 28th April, the French Prime Minister announced the reopening of "small museums" as lockdown restrictions were eased across the country.

The decision, which relaunched on-site cultural life, left many artists and cultural professionals in a state of doubt and confusion. Like many others, we were very pleased with the announcement, but we were also unsure about our ability to return to life as usual.

At La Kunsthalle Mulhouse, we believe in the absolute necessity to resume work with the artists and to show their works. Hence, our impromptu Small Programme.

The Small Programme brings together twelve artists we have welcomed before. They are regular partners of the Kunsthalle. This original project gives each of them free rein to choose a set of three works which will be on display for a week.

The Small Programme will be visible online, on social networks and on the art centre's website, for one week. At the same time, La Kunsthalle will become a place of reference where the works will be displayed progressively throughout the summer. The public will be able to go to the exhibition space for visits that are not quite ordinary, but absolutely safe.

Within the constraints of what we are allowed to do, and while continuing to reflect on the health crisis and its social repercussions, La Kunsthalle team hopes to make its own contribution to the debate on our future world.


Coordonnées / location

La Kunsthalle Mulhouse - Centre d'art contemporain

La Fonderie

16 rue de la Fonderie - 68093 Mulhouse Cedex

Tél : + 33 (0)3 69 77 66 47

kunsthalle@mulhouse.fr / www.kunsthallemulhouse.com

Kunst en Quarantaine

Liebe Freunde und Freundinnen, Werte Kolleginnen und Kollegen,



herzliche Einladung zur Ausstellungseröffnung am 7.04.2020 ohne Party und Rede.
Der Künstler ist zur Eröffnung abwesend aber per Mail erreichbar.

Ausstellungsdauer : 7. - 14.04.2020 

FRISE Schaukastengalerie
FRISE Künstlerhaus
Arnoldstr. 26, 22765 Hamburg 


hier einige impressionen:
https://www.instagram.com/frise_kuenstlerhaus/
https://twitter.com/FriseKuenstler

Ausgestellte Arbeit:


#1 Yersinia pestis

Als Schwarzer Tod wird eine der verheerendsten Pandemien der Weltgeschichte bezeichnet, die in Europa zwischen 1346 und 1353 geschätzte 25 Millionen Todesopfer – ein Drittel der damaligen Bevölkerung – forderte. Als Ursache gilt das Bakterium Yersinia pestis.
Die Arbeit „Yersinia pestis“ gehört zu einer Reihe von Installationen, die unter dem Projekt „Pandemic“ 2014 entwickelt wurden. Sie wurde zum ersten Mal im Rahmen der Gruppenausstellung „RADICAL TWILIGHT. Expeditionen in die Grauzonen der Wirklichkeit“ 2019 in der Frappant Galerie, Hamburg, gezeigt.

















Youssef Tabti
Projekt: Pandemic - 2014 (#1 Yersinia pestis) 

Konzept: Pictorial turn (Wende zum Bild) 

Stadtplan - Unbekannte Signatur, Kupferstich. 15x20cm 
Mikroaufnahme von Yersinia pestis auf Büttenpapier. 15x20cm 
Diagramm: Icosahedrons
Livre: „L’odre du discours“ Michel Foucault

auf Wellpappe 100x70cm 
"Vom Feld"

"Une version Française est disponible sur ce Lien"


"Heute bin ich zufrieden, wieder zu spielen. Ich bin immer noch ein Opfer des Schachs. Es hat all die Schönheit der Kunst und vieles mehr. Es kann nicht vermarktet werden. Schach ist reiner als die Kunst in ihrer sozialen Stellung. Die Schachfiguren sind die Blockschrift, die Gedanken prägen, obwohl sie eine visuelle Gestaltung auf dem Schachbrett bilden, äußern sie ihre abstrakte Schönheit wie ein Gedicht … Ich bin zu dem persönlichen Schluss gekommen, dass nicht alle Künstler Schachspieler sind, aber alle Schachspieler Künstler sind.“ M. Duchamp


Konzept:
Die Ausstellungen sind eine künstlerische „work in progress“  Forschungsarbeit über Marcel Duchamp als Schachspieler. Das Projekt ist hauptsächlich fokussiert auf die Teilnahme Duchamps an der Schacholympiade in Hamburg 1930 .  Die Olympiade fand, im noch heute existierenden Gebäude "Das Logenhaus der Provinzialloge von Niedersachsen" am Hamburger Dammtor statt.

Einladungskarte
Zwischen 1928 und 1933 beschäftigte Marcel Duchamp sich hauptsächlich mit dem Schachspiel.
Nach und nach interessierte er sich weniger für die Diskussion über Literatur und Malerei, sondern entwickelte eine Leidenschaft für das Schachspiel. Es war der Zeitpunkt, als er Mitglied des berühmten Marshall Chess Club in New York wurde .
3D Schachfiguren von Marcel Duchamp "Buenos Aires" 
In der Zeit nahm er mit der französischen Nationalmannschaft an der inoffiziellen Schacholympiade 1924 in Paris und vier offiziellen Schacholympiaden teil: 1928 in Den Haag, 1930 in Hamburg, 1931 in Prag und 1933 in Folkestone.


Ansicht der Ausstellung: Centre Photographique Marseille 2019











Für die Ausstellungen in Marseille, habe ich mit Hilfe eines 3D Druckers unter Zuhilfenahme von Vorlagen alter Fotoaufnahmen das Originalspielset der Schachfiguren "Buenos Aires" von 1918/1919 anfertigen lassen. 













Außerdem zu sehen sind:
-Ein konzipierter animierter Film der unterschiedlichen Spiele gegen den damaligen Schachweltmeister Frank Marshall (U.S.A), während der Olympiade in Hamburg 1930 
-Einige wenige bis unbekannte Fotografien mit M. Duchamp als Schachspieler 
-Große Diagramme und Grafikarbeiten. 
       



Das Projekt bleibt offen für weitere Arbeiten. 



Projekt im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Marseille
Centre Photographique Marseille 13 -15 September & Galerie du Tableau bei Bernard Plasse 16 - 27 September 2019 



Mit freundlicher Unterstützung von


                    

Laubenland – Künstlerische Interventionen im Heimgartenbund Altona. Hamburg

 

  
AGORA/ ἀγορά 

 Installation und Performance zu den Büchern 

„Menschenwürde“ und „Texte zur Freiheit“

In der Antike waren Lesungen und Diskussionen ein fester Bestandteil des Kulturlebens.
Die Bücher stehen im Garten zur Verfügung.
Sie können gelesen, Passagen können markieren werden und sind zur Anregung für Gespräche gedacht.

  

 


Die Aktion »Laubenland 2019« findet als Parallel-Veranstaltung der kunst altonale im Rahmen der diesjährigen altonale21 statt.

work presented:
"EDVARDS TAG- Vom Warten auf den versprochenen Augenblick (2008)" ist der Titel der multimedialen Photoinstallation des Videokünstlers und Photographen Youssef Tabti. Gemeinsam mit dem Schriftsteller Alexander Häusser* entstand eine Geschichte für sieben Photographien und eine Stimme.
Diese Präsentation ist ein Versuch einer anderen Art der Inszenierung, ein Konzept, indem mehrere Ebenen sich entfalten können.

Raum-,Klanginstallation mit Plakat, Schallplattenspieler, Cover, Buch, Leuchtkasten / Großbild-Dia 

(Installation View Institut Français Hamburg 2019 with video by Matthias Meyer)

(Photo, please click to enlarge)

Istanbul Trilogie
2015 2016 2017 

“...I realized either I was crazy or the world was crazy; and I picked on the world.
And of course I was right.” Jean-Louis Lebris de Kérouac

„Da wurde mir klar, dass entweder ich verrückt war oder die Welt. Und ich tippte auf die Welt. Und natürlich hatte ich recht.“    
Jean-Louis Lebris de Kérouac 

Die drei in der Kulturakademie Tarabya in Istanbul entwickelten Projekte standen unter dem Einfluss der sich massiv verändernden politischen Situation während Youssef Tabtis Aufenthalts und sind Ausdruck einer Auseinandersetzung mit den Geschehnissen in der Türkei. 
The three projects developed at the Tarabya Cultural Academy in Istanbul were influenced by the massively changing political situation during Youssef Tabti's stay and are an expression of a confrontation with the events in Turkey.
 (Ein Auszug aus dem Katalog Kulturakademie Tarabya. 2018 . click on a picture to enlarge)
I

Basaksehir - Psychogeografic exploration Istanbul #2. 2015
-Galerie REM Artspace, Istanbul, Turkey 2016 
-Mimar Sinan Fine Arts University Istanbul. Turkey 2017

Kriegsspiel. 2016
-6. Sinopale (Biennale), Sinop. Turkey 2017
-Hamburger Bahnhof-Museum für Gegenwart-Berlin 2018
-8.Salon Hamburg. Germany 2019
-Kunsthaus Hamburg. Germany 2020

Rhetoric - Hill of the Pnix. 2017
-3. Berliner Herbstsalon. Gorki Theater Berlin. 2017
-Frise-Künstlerhaus Hamburg. 2017



 
III
II



Kriegsspiel 
Kriegsspiel, Istanbul Trilogie Teil II (2016/17)

PERFORMANCE

KULTURAKADEMIE TARABYA ZU GAST IN BERLIN
Unter dem Titel Studio Bosporus findet erstmals eine Werkschau der Stipendiatinnen und Stipendiaten des Jahrgangs 2017/18 der Kulturakademie Tarabya im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin statt.
  
Den zweiten Teil seiner Trilogie realisierte Tabti auf der Sinopale in Sinop, einer Stadt an der Schwarzmeerküste, in der nach einer letztes Jahr türkeiweit durchgeführten Umfrage die glücklichsten Menschen des Landes leben sollen. Hier inszenierte er das Kriegsspiel, ein Gesellschaftsspiel, in dem es nicht um die Eroberung von Territorien geht, sondern darum, den Feind zu besiegen. Auch diese Arbeit bezieht sich auf die Situationistische Internationale, im Besonderen auf Guy Debord, der das Brettspiel, das Ende des 18. Jahrhunderts am preußischen Hof entwickelt wurde, nicht als „Krieg“, sondern als „Brechung der Kommunikation“ verstand und weiter- entwickelte. weitere informationen über das Spiel finden sie hier
(Auszug aus dem Katalog "kulturakademie Tarabya 2016/2017")

This project is a game that I developed in June 2016 for the Art Biennial Sinopale 6 in Sinop,Turkey. The aim of the game is to play with several people in several places of the city during the Biennial.
This is a strategy game with own handcrafted pieces inspired by the research of the French essayist Guy Debord (1931-1994) in 1965, but not published for many years. 



(click on a picture to enlarge) 

       

                                                                                              

Bourj Hammoud - Psychogeographic exploration Beirut #3

Installation and reception 
By Youssef Tabti and Rani el Rajji 
Zoukak Studio. Beirut, Lebanon
Das Projekt Bourj Hammoud – Psychogeographic exploration Beirut #3* “ ist nach der Veranstaltungsreihe  "Petržalka"(Bratislava. 2015) und "Başakşehir"(Istanbul. 2016/2017), die durch Youssef Tabti entworfen und in verschiedenen Ländern umgesetzt wurde, das dritte Projekt des Künstlers.
Der Beiruter Vorort "Bourj Hammoud" wird auch als das Herz der Armenier im Libanon genannt. Die Einwohner des Stadtteils sind überwiegend Armenier und Nachkommen von Überlebenden der Todesmärsche (1915/1916) in Anatolien infolge des Völkermordes an den Armeniern. Der Stadtteil wurde ab den 1920er Jahren bebaut und von armenischen Flüchtlingen besiedelt. Die Armenier im Libanon sind libanesische Bürger oder Zugezogene armenischer Herkunft. Die armenische Gemeinde Libanons ist im Wesentlichen in der Zeit nach dem Großen Völkermord entstanden, als armenische Flüchtlinge im Libanon Zuflucht fanden. (source Wikipedia) eng.version  


A collaboration between Youssef Tabti, French artist, based in Germany and Rani Al Rajji, Lebanese architect, based in Beirut. Initiated by Goethe-Institut Libanon.



Project Description:
“Psychogeographic exploration" is a practice that rediscovers the physical city through the moods and atmospheres that act upon the individual. Psychogeography is the experimental exploration of the environment and its impacts. It investigates the influence the geographic environment has on the perception and the behavior of the individual. Perhaps the most prominent characteristic of psychogeography is the activity of WALKING. The act of walking could be become a subversive and political act.
About 10 participants from Beirut with different social backgrounds explored the district of Bourj Hammoud through individual and collective walking tours through the district. During these tours, participants collected items, drew maps and wrote down thoughts and observations. The exhibition at Zoukak Studio is the final presentation of the project, showcasing a mapping of the region through the participants’ routes on a map, as well as photographs, objects and texts of the participants.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu Fuß durch Beirut


Ziellosigkeit wird oft als Schwäche und Desorientierung interpretiert. Dabei übersehen wir das Potenzial, das ihr innewohnt: die Möglichkeit, Neues zu entdecken und Altbekanntes mit einem anderen Blickwinkel zu erkunden. Zum Beispiel beim Umherschweifen zu Fuß durch Beirut.
Spazierengehen als subversive Kunst. Das ist die Idee, die hinter dem Projekt „Psychogeografische Routen“ steckt. Der Künstler Youssef Tabti hat dieses Projekt ins Leben gerufen. Zusammen mit dem libanesischen Architekten Rani Al Rajji hat er sieben TeilnehmerInnen auf ihre individuellen „psychogeographischen Routen“ durch Beirut, die Hauptstadt des Libanon, geschickt...
 (Ein Auszug aus der Brochüre/24Seiten. Goethe Institut Libanon 2018 . click on a picture to enlarge)