"La Force de l’Art 02"


La Force de l’Art 02 ist die Triennale für die französische Zeitgenössische Kunst. Nach einem missglückten ersten Versuch vor drei Jahren, hat die Regierung nun mehr Geld in die Hand genommen und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Statt Holzbuden-Deko, wie beim letzten Mal wurde diesmal Philippe Rahm mit der Szenografie beauftragt. Das Ergebnis sind weiße Blöcke für jeden einzeln Künstler, die untergliedern und Räume im Raum schaffen.




Ich wurde eingeladen in fünf Tagen ein Video innerhalb des Gebäudes Le Grand Palais zu drehen. Das Thema war frei wählbar, die einzige Bedingung bestand darin, dass die gesamte Produktion, also Drehen und Schneiden, vor den Augen des Publikums geschehen sollte. Zur gleichen Zeit hatte der Hamburger Künstler Harald Stoffers in Paris eine Ausstellung. Stoffers gehört zu den sogenannten behinderten Art-Brut Künstlern und ist deswegen oft von zeitgenössischer Kunst ausgeschlossen. Als Metapher dieser Veranstaltung, entstand ein siebenminütiger Film*, der den Künstler und seine Mutter zeigt, die in einer Parallelwelt leben. Harald Stoffers’s Arbeit besteht allein aus Briefen, die an seine Mutter gerichtet sind jedoch nie abgeschickt werden.




Ansicht der Raum-Klanginstallation, das Video wird auf einem Flachbildschirm gezeigt.
Im Hintergrund ist der Schneideraum zu sehen. ©Y.Tabti 2009


*Das Video wird noch dieses Jahr als DVD im a.p.r.e.s / édition(s) Verlag veröffentlich ©2009