Istanbul Trilogie
2015 2016 2017 


„Da wurde mir klar, dass entweder ich verrückt war oder die Welt. Und ich tippte auf die Welt. Und natürlich hatte ich recht.“    
Jean-Louis Lebris de Kérouac 

Die drei in der Kulturakademie Tarabya in Istanbul entwickelten Projekte standen unter dem Einfluss der sich massiv verändernden politischen Situation während Youssef Tabtis Aufenthalts und sind Ausdruck einer Auseinandersetzung mit den Geschehnissen in der Türkei. 

I

Basaksehir - Psychogeografic exploration Istanbul #2. 2015
-Galerie REM Artspace, Istanbul, Turkey 2016 
-Mimar Sinan Fine Arts University Istanbul. Turkey 2017

Kriegsspiel. 2016
-6. Sinopale (Biennale), Sinop. Turkey 2017
-Hamburger Bahnhof-Museum für Gegenwart-Berlin 2018

Rhetoric - Hill of the Pnix. 2017
-3. Berliner Herbstsalon. Gorki Theater Berlin. 2017
-Frise-Künstlerhaus Hamburg. 2017



 
III
II



PERFORMANCE

KULTURAKADEMIE TARABYA ZU GAST IN BERLIN
Unter dem Titel Studio Bosporus findet erstmals eine Werkschau der Stipendiatinnen und Stipendiaten des Jahrgangs 2017/18 der Kulturakademie Tarabya im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin statt.

Kriegsspiel 2016 (Auszug aus dem Katalog "kulturakademie Tarabya 2016/2017")
Kriegsspiel, Istanbul Trilogie Teil II (2016/17)
Handgemachte Spielstücke. 77cm X 95cm. 36 Holzspielstücke. Das Spiel besteht aus einem Brett mit 500 Quadraten (25 x 20)
  
Den zweiten Teil seiner Trilogie realisierte Tabti auf der Sinopale in Sinop, einer Stadt an der Schwarzmeerküste, in der nach einer letztes Jahr türkeiweit durchgeführten Umfrage die glücklichsten Menschen des Landes leben sollen. Hier inszenierte er das Kriegsspiel, ein Gesellschaftsspiel, in dem es nicht um die Eroberung von Territorien geht, sondern darum, den Feind zu besiegen. Auch diese Arbeit bezieht sich auf die Situationistische Internationale, im Besonderen auf Guy Debord, der das Brettspiel, das Ende des 18. Jahrhunderts am preußischen Hof entwickelt wurde, nicht als „Krieg“, sondern als „Brechung der Kommunikation“ verstand und weiter- entwickelte. weitere informationen über das Spiel finden sie hier

       

Im Bild mit dem Künstler, Bundesminister des Auswärtigen Heiko Maas, Klaus-Dieter Lehmann Präsident des Goethe-Instituts und  Michelle Müntefering Staatsministerin im Auswärtigen Amt  (©Dawin Meckel)(© Victoria Tomaschenko)
                                                                                              
Bourj Hammoud - Psychogeographic exploration Beirut #3

Installation and reception 
By Youssef Tabti and Rani el Rajji 
Zoukak Studio. Beirut, Lebanon
Das Projekt Bourj Hammoud – Psychogeographic exploration Beirut #3* “ ist nach der Veranstaltungsreihe  "Petržalka"(Bratislava. 2015) und "Başakşehir"(Istanbul. 2016/2017), die durch Youssef Tabti entworfen und in verschiedenen Ländern umgesetzt wurde, das dritte Projekt des Künstlers.
Der Beiruter Vorort "Bourj Hammoud" wird auch als das Herz der Armenier im Libanon genannt. Die Einwohner des Stadtteils sind überwiegend Armenier und Nachkommen von Überlebenden der Todesmärsche (1915/1916) in Anatolien infolge des Völkermordes an den Armeniern. Der Stadtteil wurde ab den 1920er Jahren bebaut und von armenischen Flüchtlingen besiedelt. Die Armenier im Libanon sind libanesische Bürger oder Zugezogene armenischer Herkunft. Die armenische Gemeinde Libanons ist im Wesentlichen in der Zeit nach dem Großen Völkermord entstanden, als armenische Flüchtlinge im Libanon Zuflucht fanden. (source Wikipedia) eng.version  


A collaboration between Youssef Tabti, French artist, based in Germany and Rani Al Rajji, Lebanese architect, based in Beirut. Initiated by Goethe-Institut Libanon.



Project Description:
“Psychogeographic exploration" is a practice that rediscovers the physical city through the moods and atmospheres that act upon the individual. Psychogeography is the experimental exploration of the environment and its impacts. It investigates the influence the geographic environment has on the perception and the behavior of the individual. Perhaps the most prominent characteristic of psychogeography is the activity of WALKING. The act of walking could be become a subversive and political act.
About 10 participants from Beirut with different social backgrounds explored the district of Bourj Hammoud through individual and collective walking tours through the district. During these tours, participants collected items, drew maps and wrote down thoughts and observations. The exhibition at Zoukak Studio is the final presentation of the project, showcasing a mapping of the region through the participants’ routes on a map, as well as photographs, objects and texts of the participants.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu Fuß durch Beirut


Ziellosigkeit wird oft als Schwäche und Desorientierung interpretiert. Dabei übersehen wir das Potenzial, das ihr innewohnt: die Möglichkeit, Neues zu entdecken und Altbekanntes mit einem anderen Blickwinkel zu erkunden. Zum Beispiel beim Umherschweifen zu Fuß durch Beirut.
Spazierengehen als subversive Kunst. Das ist die Idee, die hinter dem Projekt „Psychogeografische Routen“ steckt. Der Künstler Youssef Tabti hat dieses Projekt ins Leben gerufen. Zusammen mit dem libanesischen Architekten Rani Al Rajji hat er sieben TeilnehmerInnen auf ihre individuellen „psychogeographischen Routen“ durch Beirut, die Hauptstadt des Libanon, geschickt...
 (Ein Auszug aus der Brochüre/24Seiten. Goethe Institut Libanon 2018 . click on a picture to enlarge)
 
 





Kunsthalle Mulhouse
Your North is My South | Mein Norden ist dein Süden | Mon Nord est Ton Sud

In einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt spüren La Kunsthalle Mulhouse – Zentrum für zeitgenössische Kunst – und das Freiburger Museum für Neue Kunst der Frage nach, wie Räume die menschliche Wahrnehmung beeinflussen. Das Projekt ist aus einer lokalen Beobachtung entstanden: Mulhouse und Freiburg im Breisgau sind zwei geographisch nahe Städte, und doch definieren sie sich vielmehr über ihre Unterschiede als über ihre Ähnlichkeiten.
Für die Ausstellung habe ich mich mit dem Format von Zeitungsartikeln der "L'Alsace" und"Badische Zeitung" beschäftig. Ich freue mich beide Zeitungshäuser für das Projekt gewonnen zu haben. Nach Zugang auf die Zeitungsarchiv könnte ich einige wichtige und relevante Artikel für die Region Alsace und Baden-Württemberg finden, um sie in einer Extraausgabe zusammen gestellt aus beiden Zeitungen für die Ausstellung zu veröffentlich.

In a joint exhibition project, La Kunsthalle Mulhouse – Contemporary art center and the Museum für Neue Kunst in Freiburg investigate how spaces influence our perception. The project stemmed from local observation. Mulhouse and in Freiburg im Breisgau are two cities which are geographically close, and yet their differences are more striking than their similarities. 
with Bertille Bak, Chto Delat, Gil & Moti, Jan Kopp, Georgia Kotretsos, Katrin Ströbel, Youssef Tabti, Clarissa Tossin, Maarten Vanden Eynde

Mit der freundlichen Unterstützung des / the exhibition is supported by Fondation Entente Franco-Allemande, fonds PERSPEKTIVE pour l’art contemporain ; l’architecture (une initiative du Bureau des arts plastiques de l’Institut français, soutenu par le Ministère de la Culture et de la Communication) et du Goethe-Institut Strasbourg.

im Interview mit der Badische Zeitung

Exhibition Views.
museumfurneuekunst Artist Youssef Tabti created a special edition of the two daily newspapers @badische_zeitung and @lalsacefr for our joint exhibition project YOUR NORTH IS MY SOUTH / MON NORD EST TON SUD with @la_kunsthalle_mulhouse
For "Mon Nord est Ton Sud", Youssef Tabti shows a special edition of regional newspaper-an artwok specially commissioned for the exhibition. In the archives of "L'Alsace and the Badische Zeitung" he founded topics and information covered by the two newspapers, although their tones and even their slants may be different. The collect articles are shown in a special bilingual edition which, for the first time, binds the two newspaper together. 
Artist-in-Residence
Château de Millemont